Lehnstedt

Neujahr


In Lehnstedt gibt es am 1. Januar jeden Jahres eine geliebte Tradition:
Das Neujahrskloppen.

Da geht man in kleinen Gruppen von Haus zu Haus und wünscht allen ein frohes neues Jahr. Man wird dann in die Küche gebeten und zu einem Getränk eingeladen. Traditionell ist das Grog oder Glühwein, aber bei zu warmer Witterung darf es auch mal gerne ein Kaltgetränk sein. An diesem Tag kann es schon mal vorkommen, dass um die 80 Leute unterwegs sind von Haus zu Haus. Der Brauch darf laut mündlicher Überlieferung übrigens nicht nur am 1. Januar ausgeführt werden, sondern so lange ein „R“ im Monatsnamen enthalten ist.

In vielen Häusern werden den Besuchern Neujahrskuchen gereicht, das sind lange krosse Röllchen, die in jedem Haus anders schmecken, aber immer lecker. Da wird das Neujahrskloppen schon mal zum „Neujahrskuchen-Test-Essen“.

Die Kuchen werden im so genannten Hörnchenautomat gebacken. Zum Abbacken wird jeweils ein großer Esslöffel Teig eingefüllt und sofort nach dem Abbacken aufgerollt. Einige solcher Lehnstedter Rezepte zeigen wir hier !

Neujahrskuchen von Giesela Palait

500 g Mehl
300-350 g Fett (halb Butter halb Rama)
4 Eier
375 g Zucker
2 Päck. Vanillezucker
gut ½ Liter warmes Wasser

Neujahrskuchen von Dörte Horstmann

½ Liter heißes Wasser
125 g Margarine (im Wasser auflösen)
250 g Zucker
1 Päck. Vanillezucker
½ Päck. Citroback
300 g Mehl
2 Eier
½ EL Anis (Samen oder Pulver)

Neujahrskuchen von Else Lübsen

250 g Rama
400 g Zucker
4 Eier
500 g Mehl
2 Päck. Vanillezucker
abgeriebene Zitronenschale
¾ Liter abgekochtes kaltes Wasser

Neujahrskuchen von Marlies von Öhsen

250 g Zucker (mit ¼ Liter Wasser aufkochen)
200 g Butter (in die heiße Lösung geben)
2 Eier (nachdem die Masse abgekühlt ist)
1 Prise Salz
etwas Zimt
250 g Mehl

Neujahrskuchen von Hanni Fleischer

250 g gute Butter (im Wasserbad verflüssigen)
4 Eier
1 Päckchen Anis ganz
500 g Mehl
300 g Zucker
Warmes Wasser, damit den Teig am Vorabend sehr dünn anrühren